Sonderforschungsbereich 950

Manuskriptkulturen in Asien, Afrika und Europa


manuskript des monats


Grafiken von Militärformationen, kwŏn 4, 15b-16a.

Einsichten in die Kunst des Krieges:
Die Geschichte eines koreanischen Militärhandbuches

Krieg wird überwiegend mit dem Verlust von Texten assoziiert, doch in vielen Fällen begünstigt er auch deren Entstehung. Infolge der verheerenden japanischen und mandschurischen Invasionen im 16. und 17. Jahrhundert bemühte sich das koreanische Königshaus, seine Armee durch eine Reihe von Reformen und Neuerungen zu stärken. Diese Bestrebungen führten u.a. zur Zusammenstellung und Herausgabe eines Militärhandbuches mit dem Titel Pyŏnghak chinam (Kompass der Militärwissenschaft). Eine kürzlich entdeckte Ausgabe dieses Buches, geschrieben in zwei Sprachen und drei unterschiedlichen Schriftsystemen, bietet einen seltenen Einblick in militärische Ausbildung, Alphabetisierung und Schriftkultur des traditionellen Korea.

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aktuelles

Stellenausschreibung: W2 Professur

In der Fakultät für Geisteswissenschaften ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine W2 Universitätsprofessur für Wissensgeschichte unter besonderer Berücksichtigung der Manuskriptforschung zu besetzen.
Bewerbungsschluß ist der 5. Juli 2018.
Weitere Informationen


Grundlagenforschung zu organischen Beschreibstoffen am SFB 950

Prof. Dr. Markus Fischer, Mitglied des SFB 950, hat zusammen mit mehreren Kolleginnen und Kollegen eine Studie zur naturwissenschaftlichen Untersuchung von Papier und Palmblättern vorgelegt. Die Studie ist Teil des Netzwerks „Artefact Profiling“ zur Erforschung von schrifttragenden Objekten. Neben der Hamburg School for Food Science (HSFS) und dem Institut für Holzwissenschaften gehören u.a. der Sonderforschungsforschungsbereich 950 „Manuskriptkulturen in Asien, Afrika und Europa“ und das Mineralogisch-Petrographische Institut sowie das Institut für Keramische Hochleistungswerkstoffe der Technischen Universität Hamburg dazu.


Neue Petra Kappert Fellow

Marilena Maniaci ist seit 2008 Professorin für Paläografie an der Università degli studi di Cassino e del Lazio meridionale. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Materialien und Techniken zur Herstellung von griechischen und lateinischen Handschriften sowie die Entwicklung von Methoden zur Analyse und Beschreibung mittelalterlicher Manuskripte. Sie wird bis Ende Juli 2018 am SFB 950 bleiben.


Ehrendoktorwürde für Professor Malachi Beit-Arié

Am 1. Juni 2018 lädt der SFB 950 zu einer Feier anlässlich der Verleihung der Ehrendoktorwürde an Professor Malachi Beit-Arié durch die Fakultät für Geisteswissenschaften der Universität Hamburg ein.
Der israelische Gelehrte hat die Kodikologie und Paläographie hebräischer Manuskripte grundlegend geprägt und es sich zur Lebensaufgabe gemacht, die Datenbank SfarData aufzubauen, in der heute tausende hebräische Handschriften aus aller Welt in sonst nicht gegebener Informationsdichte katalogisiert sind. Er war mehrmals Fellow des Sonderforschungsbereichs und ist seit 2017 auch dessen Mitglied.
Die Urkunde wird durch Dekan Professor Dr. Oliver Huck am 1. Juni 2018 um 13.30 Uhr im SFB 950 überreicht.


Neue Fellows

Prof. Dr. Malachi Beit-Arié ist emeritierter Professor für Kodikologie und Paläographie an der Hebrew University of Jerusalem. Zu seinen Forschungsgebieten gehören mittelalterliche hebräische Kodikologie, Paläographie und die Überlieferung hebräischer Texte im Mittelalter. Professor Beit-Arié ist außerdem Gründer und Leiter von SfarData, einer kodikologischen Datenbank für mittelalterliche hebräische Manuskripte.
Dr. Nurit Pasternak ist Wissenschaftlerin im Hebrew Paleography Project an der Hebrew University of Jerusalem. Ihre Forschungsgebiete sind unter anderen hebräische Kodikologie, das Judentum in der italienischen Renaissance und Buchzensur.
Prof. Dr. Scott Reese ist Historiker und arbeitet über die Geschichte des Islam in den Gesellschaften Ostafrikas und des indischen Ozeans. Zur Zeit erforscht er die Entwicklung des islamisch-arabischen Buchdrucks im 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Professor Reese wird bis Ende Juni 2018 im SFB 950 bleiben.
Dr. Marco Heiles ist Spezialist für deutschsprachige mittelalterliche Handschriften und frühen Buchdruck. Seine aktuelle Forschung befasst sich mit sexuell explizitem Schreiben und Zensur in mittelalterlichen deutschen Handschriften. Marco Heiles wird bis Ende September am CSMS forschen.


Software-Tool zum Handschriftenvergleich veröffentlicht

Das Programm „Handwriting Analysis Tool (HAT 2)“ vergleicht bekannte und unbekannte Handschriften anhand von digitalen Bildern von Manuskripten. Das Programm, das von Hussein Mohammed im SFB 950 entwickelt wurde, kann dank einer Creative Commons-Lizenz (CC-BY-NC) kostenlos heruntergeladen und benutzt werden.


Manuskript-Forscher ist neuer Fellow am Maimonides Centre in Hamburg

Ronny Vollandt, Professor für Judaistik an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, ist zur Zeit Fellow am Maimonides Centre for Advanced Studies an der Universität Hamburg. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf der Überlieferung der arabischen Bibel, der Bibelexegese in arabischer Sprache und der mittelalterlichen christlichen und judäo-arabischen Literatur. Professor Vollandt ist ein renommierter Manuskriptforscher und wird bis August 2018 in Hamburg bleiben.


Neuer Band in der Reihe Studies in Manuscript Cultures (SMC)

Der Sammelband Manuscripts and Archives — Comparative Views on Record-Keeping (SMC 11), herausgegeben von Alessandro Bausi, Christian Brockmann, Michael Friedrich und Sabine Kienitz befasst sich aus historischer, systematischer und vergleichender Sicht mit dem komplexen Thema des Archivs und stellt es in den Kontext von Manuskriptkulturen. Dabei gehen die Autoren unter anderem den Fragen nach, von wem und zu welchem Zweck Archivalien produziert wurden und in wie fern sie sich in Bezug auf Materialien, Formate und Produzenten (Schreiber) von literarischen Handschriften unterscheiden.


termine

22. - 23. Juni 2018 | Workshop
Leaf or Page. What it Means to “Read” a Manuscript

Informationen und Anmeldung
CSMC, Warburgstraße 26


25. - 26. Juni 2018 | Workshop
The Safavid Multi-Text Manuscript 1984.463 (Harvard University, Sackler Museum) - Its Content and Context

Informationen und Anmeldung
CSMC, Warburgstraße 26


28. - 29. Juni 2018 | Tagung
The World of Physiologus – Animal Stories and Representations in Oriental Manuscripts

Informationen und Anmeldung
CSMC, Warburgstraße 26


3. Juli 2018, 14 Uhr | Informal Talk
Prof. Dr. Hui-Wen LU
Graduate Institute of Art History at National Taiwan University
Reproducing and Remaking the Paradigm: Wang Xizhi’s (303-361) Calligraphic Masterpiece Essay on Yue Yi (Yue Yi lun) in the Age of Printing
CSMC, Warburgstraße 26, Raum 0001


5. Juli 2018, 18 Uhr | Vortrag in Kooperation mit dem Maimonides Centre for Advanced Studies
Prof. Dr. Pier Francesco Fumagalli
Veneranda Biblioteca Ambrosiana
The Arabic Manuscripts of the Ambrosiana: A Treasure for Arts, Philosophies, Sciences and a Dialogue of Civilizations
CSMC, Warburgstraße 26, Raum 0001


12. Juli 2018, 18 Uhr | Vortrag
Otto Danwerth, M.A.
Max-Planck-Institut für Europäische Rechtsgeschichte
On the Circulation and Use of Manuscripts in 16th-century Spain and New Spain
CSMC, Warburgstraße 26, Raum 0001


13. Juli 2018 | Workshop

Shaping Communities

CSMC, Warburgstraße 26


2. - 3. August 2018 | Workshop
Hidden from the World, Preserved for Eternity? – Manuscripts’ Ends of Life

Informationen und Anmeldung
CSMC, Warburgstraße 26


7. - 8. August 2018 | Workshop
Palm Leaf Manuscripts
CSMC, Warburgstraße 26